„Ich bin 34 und habe Migräne

seit ich 20 bin. Die Anfälle waren von Anfang an sehr heftig und schmerzhaft. Bis ich ungefähr 30 war hatte ich fast täglich Schmerzen, Sehstörungen oder litt unter Übelkeit. Die Kopfschmerzen waren manchmal einseitig und traten um den Augen herum auf, oft strahlte der Schmerz aber durch den ganzen Kopf. Ein sehr intensiver, hämmernder Schmerz, der mit Panik und Schlaflosigkeit einherging. Wenn er zurückging, blieben die Sehstörungen, ein taubes Gefühl im Kopf und ein eingeschränktes Sichtfeld. Ich musste deshalb mein Studium mehrmals unterbrechen und habe vieles ausprobiert, um die Schmerzen zu lindern. Schmerzmittel waren bei der Häufigkeit der Attacken für mich keine Option, aber ich habe Schmerzkliniken besucht, alternative Methoden wie Homöopathie und Akupunktur versucht und Essenspläne aufgestellt, aber nichts half. Als ich 30 war habe ich angefangen Yoga zu machen, das hat die Häufigkeit der Anfälle merklich reduziert – auf 2-3 mal in der Woche – und auch gelindert. Dabei habe ich Stefan Datt, meinen Yogalehrer und Physiotherapeut, kennengelernt, der mir vor zwei Jahren anbot eine Atlaskorrektur durchzuführen.
Die Korrektur selbst ist nicht schmerzhaft. Da ich aber wahrscheinlich sehr sensibel in der Kopfgegend bin, wurde mir kurz schlecht und mein Kreislauf wurde ein wenig schwach. Nach der Korrektur hatte ich das deutliche Gefühl, dass sich viele Blockaden gelöst hatten – auch emotional. Ich habe zwei Tage lang viel geweint und fühlte mich psychisch etwas orientierungslos, allerdings auch sehr erleichtert. Danach tat der Bereich des Atlaswirbels noch einige Wochen weh. Es schien, als würde sich meine Haltung grundlegend verändern und die Muskelpartien des gesamten Oberkörpers bis in den Beckenbereich hinein sich langsam umstellen. Parallel dazu traten die Migräneanfälle immer weniger auf, und ich litt vor allem weniger unter der Nachwirkungen der Attacken. Einige Monate hatte ich vielleicht noch einmal in der Woche einen Anfall, dann einmal im Monat, und kann heute sagen, dass ich fast gar keine Anfälle mehr habe. Wenn alle zwei oder drei Monate mal ein Anfall kommt, dauert er wenige Stunden und ist schnell wieder weg. Ich habe kein eingeschränktes Sehfeld mehr und reagiere prinzipiell nicht mehr übersensibel auf Licht und Gerüche.
Ich bin sehr dankbar, dass Stefan Datt mir zu der Atlaskorrektur geraten hat und möchte jedem Migränepatienten anraten kontrollieren zu lassen, ob eine Fehlstellung vorliegt. Eine Korrektur könnte das Ende eines schlimmen Leidensweges bedeuten.“ L.A.

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